Am 13. September öffneten wir die Villa Haas und ihren historischen Park im Rahmen des bundesweiten Tags des offenen Denkmals für zwei Führungen. Ich bin Stella Airoldi, die Tochter des heutigen Eigentümers Dr. Klaus F. Müller, und möchte euch in diesem Beitrag durch diesen besonderen Tag begleiten. Trotz starken Regens kamen zahlreiche Menschen, um meinem Vater zuzuhören und einen seltenen Blick hinter die Tore dieses geschichtsträchtigen Ortes zu werfen.
Ein Regentag voller Geschichten
Gestern öffnete die Villa Haas ihre Türen für zwei Führungen. Die erste begann um 11 Uhr, die zweite um 16 Uhr. Das Wetter meinte es nicht besonders gut mit uns. Immer wieder regnete es, die Wege im Park waren nass und statt Sonnenhüten bestimmten Regenschirme das Bild. Umso mehr hat es uns berührt, wie viele Menschen trotzdem gekommen sind.
Für uns war dieser Tag etwas Besonderes, denn die Villa und der Park sind normalerweise nicht jederzeit öffentlich zugänglich. Wenn wir die Tore öffnen, öffnen wir nicht einfach ein historisches Gebäude. Wir teilen einen Ort, der seit Generationen von Menschen geprägt wurde und an dem Industriegeschichte, Architektur, Natur und persönliche Erinnerungen unmittelbar aufeinandertreffen.

Mein Vater als Erzähler des Hauses
Durch beide Führungen begleitete uns mein Vater, Dr. Klaus F. Müller. Er lebt seit fast fünfzig Jahren mit diesem Haus und seinem Park. Was er erzählt, stammt nicht nur aus Büchern und Archiven. Vieles hat er selbst erlebt, restauriert, erforscht oder über Jahrzehnte im Alltag beobachtet. Genau das machte die Führungen so lebendig.
Unsere Familie ist nicht mit Rudolf Haas oder der Familie Haas verwandt. Dennoch begann die Verbindung meines Vaters zu diesem Ort lange bevor er die Villa kaufte. Er wurde im Haus Rudolfstraße 3, direkt gegenüber der Villa, geboren und wuchs in Sinn auf. Auch sein Großvater war mit der Geschichte des Ortes verbunden, denn er arbeitete früher im Werk von Haas & Sohn.
Er führte die Gruppen nicht einfach von einem Bauwerk zum nächsten. Er erklärte, warum Wege gebogen angelegt wurden, weshalb Bäume an bestimmten Stellen stehen, wie sich die Villa zum früheren Werk verhielt und wie technische Neuerungen das Leben der Familie und der Beschäftigten veränderten. Immer wieder verband er große historische Entwicklungen mit kleinen Erinnerungen aus seiner Kindheit oder aus der langen Zeit der Renovierung.
Besonders schön war zu sehen, wie aufmerksam die Besucherinnen und Besucher zuhörten. Es entstanden echte Gespräche. Menschen ergänzten eigene Erinnerungen an Sinn und an Haas & Sohn, fragten nach Pflanzen, Baumaterialien und Familiengeschichten und betrachteten Details, an denen man sonst vielleicht achtlos vorbeigegangen wäre.

Eine Villa, die wie ein Schloss erscheinen sollte
Die Annäherung an die Villa war von Anfang an sorgfältig inszeniert. Der Weg führt nicht schnurgerade auf das Haus zu, sondern nähert sich ihm in einer leichten Biegung. Dadurch bleibt der Blick zunächst teilweise versperrt. Erst nach und nach öffnet sich die Sicht auf das Gebäude. Mein Vater erklärte, dass solche bewusst gestalteten Annäherungen bereits in der Renaissance und später wieder in der Neorenaissance beliebt waren.
Rudolf Haas wollte hier nicht irgendein Wohnhaus errichten. Die Villa sollte repräsentativ wirken und den gesellschaftlichen Anspruch eines erfolgreichen Industriellen zeigen. Vom Springbrunnen bis zur Turmspitze sind es ungefähr dreißig Meter. Das Haus sollte das höchste in Sinn sein und deutlich sichtbar über dem Werk liegen.
Diese Lage erzählt viel über die damalige Gesellschaft. Der Arbeiter blickte auf dem Weg zur Arbeit zur Villa hinauf. Die Familie konnte von oben auf das Werk und die nachts arbeitenden Gießereiarbeiter hinabsehen. Die Architektur war damit nicht nur schön oder praktisch. Sie war Ausdruck von Stellung, Selbstverständnis und Macht.
Der junge Architekt Ludwig Hofmann entwarf mehrere Varianten, bevor die endgültige Form gefunden wurde. Besonders ungewöhnlich war, dass er nicht nur das Gebäude, sondern auch den Park als zusammengehörige Anlage plante. Haus und Landschaft sollten ein Gesamtkunstwerk bilden.

Der Park als komponierte Landschaft
Heute wirken viele Bereiche des Parks selbstverständlich gewachsen. Tatsächlich steckt dahinter eine präzise Komposition. Geschwungene Wege, Höhenunterschiede, Wasserläufe, Teiche, kleine Architekturen und wechselnde Sichtachsen lassen den vergleichsweise kompakten Park größer erscheinen. Beim Gehen öffnen sich immer neue Bilder.
Von manchen Standorten sieht man keine geraden Flächen, sondern sanfte Wellen wie in einem englischen Landschaftspark. An anderen Stellen rahmen Wege und Pflanzen den Blick auf die Ruine, das Teehaus oder die Villa. Früher waren die Bäume viel kleiner. Dadurch bestanden weitere Sichtachsen zu Figuren und Aussichtspunkten, die heute zum Teil hinter den mächtigen Kronen verborgen liegen.
Mein Vater erzählte auch von den sogenannten Bäumen der Freundschaft. Dabei wurden verschiedene Bäume oder mehrere Stämme so gepflanzt, dass sie miteinander verwachsen. Andere Pflanzungen arbeiteten bewusst mit Farbkontrasten. Magnolien wurden beispielsweise vor immergrüne Gehölze gesetzt, damit ihre Blüten noch stärker hervortraten.
Zum Historismus gehörte zugleich eine Vorliebe für Melancholie. Trauerformen mit herabhängenden Zweigen sollten wie ein Wasserfall wirken und den Blick tiefer in die Landschaft führen. Selbst die Stimmung eines Weges oder eines einzelnen Baumes war Teil der Gestaltung.

Ein lebendiges botanisches Archiv
Im Park wachsen ungefähr hundert verschiedene Baumarten. Dazu gehören mehrere Eichenarten, unterschiedliche Ahorne, Kiefern, Scheinzypressen, Hemlocktannen, Taxusarten, Trompetenbäume, Maulbeerbäume, Seifenbäume, Ginkgo und Metasequoien. Einige Pflanzen sind selten, andere erzählen durch ihre Form oder ihren Standort eine besondere Geschichte.
Eine besonders eindrucksvolle Metasequoie wurde von meinem Vater selbst gepflanzt. In nur rund drei Jahrzehnten entwickelte sie einen erstaunlichen Stammumfang. Ihr Standort scheint ideal zu sein, denn unter diesem Bereich verläuft eine alte Wasserführung. Die historischen Wege des Wassers erklären bis heute, warum manche Pflanzen an bestimmten Plätzen ungewöhnlich gut wachsen.
Auch die Flora der Region spielt eine wichtige Rolle. Der Herborner Botaniker und Apotheker Johann Daniel Leers dokumentierte sie in seiner Flora Herbornensis. Mein Vater fand im Park und in der Umgebung zahlreiche der dort beschriebenen Pflanzen wieder, nach seiner Erinnerung etwa 57 Arten. Damit verbindet sich der Park nicht nur mit der Geschichte der Villa, sondern auch mit der viel älteren Naturgeschichte der Region.
Gerüche gehören ebenfalls zur Gestaltung. Im Frühjahr bedecken Bärlauch und blaue Scilla große Flächen. Später prägen Flieder und andere Blütenpflanzen den Park. Zu jeder Jahreszeit sollte etwas Besonderes zu sehen oder zu riechen sein

Natur bewahren bedeutet täglich entscheiden
Ein historischer Park bleibt nicht von selbst erhalten. Bäume altern, Krankheiten breiten sich aus, Trockenheit verändert den Boden und Wildverbiss setzt jungen Pflanzen zu. Mein Vater kennt inzwischen fast jeden Winkel des Geländes. Er beobachtet, wie einzelne Gehölze auf Hitze, Regenmangel und Stürme reagieren und welche Sicherungen notwendig werden.
Eine alte Trauerbirke sollte schon vor Jahrzehnten gefällt werden. Sie hielt dennoch stand. Andere Bäume werden mit Stahlstreben oder kaum sichtbaren Seilen in ihren Kronen gesichert. Solche Entscheidungen sind nie einfach. Es geht darum, historische Bäume möglichst lange zu bewahren, ohne die Sicherheit der Menschen aus den Augen zu verlieren.
Der schwere Sturm dieses Sommers hat gezeigt, wie verletzlich ein alter Park ist. Innerhalb kürzester Zeit wurden viele gesunde Bäume umgeworfen und große Lücken in den historischen Bestand gerissen. Auch am Haus entstanden Schäden. Fensterscheiben zerbrachen, Dach und Turm wurden getroffen und für manche Reparaturen reicht wegen der Höhe und der Entfernung zur Straße kein gewöhnlicher Kran.
Mein Vater erzählte sehr offen, dass er die Pflege des Parks über viele Jahre lernen musste. Sein medizinischer Hintergrund vermittelte ihm Kenntnisse in Biologie und Genetik, doch die Praxis kam erst mit der Zeit. Am Anfang, sagte er, habe er auch Fehler gemacht und Bäume falsch geschnitten. Mit jedem Jahr wuchs sein Verständnis für diesen Ort.

Von der Neuhoffnungshütte zu Haas & Sohn
Die Geschichte der Villa lässt sich nicht von der Geschichte des Werkes trennen. Die Grundstücke gehörten ursprünglich zu einer nassauischen Domäne. Im 18. Jahrhundert entstand hier ein Eisenwerk. Die Dill lieferte das notwendige Wasser und Gefälle für die frühen Hammerschmieden.
Später kaufte die Familie Haas das Werk. Zunächst wurden Stabeisen und Schmiedeeisen produziert, danach Ofenplatten und Hufeisen. Bis zum Ersten Weltkrieg entwickelte sich das Unternehmen zu einem bedeutenden Hersteller. Das regionale Eisenerz war sehr hart und eignete sich deshalb besonders für langlebige Hufeisen. Noch heute erinnern verschiedene Gesteine im Park an die Verbindung mit Bergbau und Eisenindustrie.
Zum Werk gehörte eine umfangreiche soziale Infrastruktur. Es gab Werkwohnungen, Schlafhäuser für Arbeiter aus umliegenden Dörfern, Einkaufsmöglichkeiten, eine frühe Krankenversicherung sowie Einrichtungen für Familien und Kinder. Damit prägte das Unternehmen nicht nur Arbeitsplätze, sondern einen großen Teil des Lebens in Sinn.

Öfen, Energie und technischer Vorsprung
Haas & Sohn war weit über die Region hinaus für seine Öfen bekannt. Einzelne Modelle wurden in zahlreichen Varianten angeboten und konnten mit unterschiedlichen Motiven gestaltet werden. In Zeiten knapper Rohstoffe gewann Schamotte als feuerfestes Speichermaterial an Bedeutung. Die Verbindung aus Gusseisen und Schamotte benötigte weniger Metall und hielt die Wärme länger.
Auch der sparsame Umgang mit Energie war wirtschaftlich wichtig. Heißes Material wurde möglichst direkt weiterverarbeitet, ohne vollständig abzukühlen und erneut erhitzt werden zu müssen. Noch in den 1970er Jahren gehörte das Unternehmen nach der Erinnerung meines Vaters zu den führenden Herstellern. Diese Geschichten zeigten während der Führung, wie eng die repräsentative Villa und der industrielle Erfindungsgeist miteinander verbunden waren.
Im Inneren: Historismus mit vielen Gesichtern
Auch im Inneren zeigt sich die Freude des Historismus an Vielfalt. Unterschiedliche Räume erhielten unterschiedliche Decken, Leuchten, Materialien und dekorative Fassungen. Marmor, Kamineinfassungen und belgischer Granit stehen nebeneinander. Das Ziel war nicht schlichte Einheitlichkeit, sondern eine reiche und überraschende Wirkung.
Manches, was auf den ersten Blick wie aufwendig geschnitzte Handarbeit aussieht, entstand durch Gipsabdrücke, die an Wände und Decken gesetzt wurden. So ließ sich mit vergleichsweise überschaubaren Mitteln ein besonders repräsentativer Eindruck erzeugen. Der Historismus arbeitete meisterhaft mit Illusion, Inszenierung und der Kombination verschiedener Epochen.
Das Haus besaß ursprünglich 22 Kaminzüge. Einige Kamine sind bis heute funktionsfähig. Dennoch ist das Heizen eines so großen Gebäudes aufwendig. Im Winter erreichen einzelne Bereiche zunächst kaum mehr als 13 Grad. Decken, Pullover und warme Kleidung gehören deshalb ganz selbstverständlich zum Leben in einem historischen Haus.

Das monumentale Gemälde im Treppenhaus
Einer der eindrucksvollsten Momente im Inneren ist das monumentale Gemälde Kämpfende Hunde und Bären. Eine Bärenmutter verteidigt ihr Junges gegen eine Gruppe angreifender Hunde. Das Werk wird mit Frans Snyders verbunden und gehört zur Tradition großformatiger Tierdarstellungen.
Mein Vater erklärte, dass das Bild auch als Allegorie gelesen werden kann. Die Hunde verkörpern unterschiedliche menschliche Charaktere. Einer greift als Leithund unmittelbar an. Andere folgen der Masse, während weitere aus der Distanz kläffen oder nur ängstlich zubeißen. Die Tierszene wird so zu einer Beobachtung menschlichen und gesellschaftlichen Verhaltens.
Auf Schloss Malberg wurde ein sehr ähnliches Gemälde entdeckt. Fachleute verglichen später beide Fassungen. Welche Version älter oder ursprünglicher ist, ließ sich nicht eindeutig klären. Licht, Firnis, Standort und Restaurierungen verändern nach mehreren Jahrhunderten die Wirkung der Farben erheblich.
Das Gemälde der Villa soll ursprünglich aus einem abgebrannten Königspalast in Kopenhagen stammen und über verschiedene Sammlungen weitergegeben worden sein. Später wurde die Leinwand doubliert, also mit einer zweiten Leinwand stabilisiert. Auch diese Spuren erzählen von der langen Reise des Werkes.

Turmuhr, Dachboden und verborgene Technik
Im Dachbereich befindet sich die Technik der Turmuhr mit Gewichten, Motoren und Schlagwerk. Die Mechanik übertr.gt eine erstaunliche Kraft auf die Glocken. An älteren Bauteilen lässt sich noch erkennen, wie Zifferblatt und Zeiger ursprünglich angetrieben wurden.
Zeitweise diente die Uhr auch dem Werk. Später verfügte Haas & Sohn über eine eigene Zeitmessung, sodass die Turmuhr für den Betriebsablauf an Bedeutung verlor. Vom Dachboden führen weitere Aufstiege bis in den Turm. Dort oben befindet man sich viele Meter über dem eigentlichen Dach.
Gerade an solchen Stellen wird deutlich, wie viel eines historischen Hauses für Besucher unsichtbar bleibt. Hinter schönen Fassaden stehen komplizierte Konstruktionen, kontinuierliche Wartung und sehr praktische Probleme. Eine kleine Undichtigkeit kann reparierbar bleiben oder innerhalb weniger Jahre schwere Schäden an Holz und Decken verursachen.

Kauf, Renovierung und ein neues Leben für die Villa
1977 kaufte mein Vater die Villa, ohne familiär mit ihren früheren Eigentümern verbunden zu sein. Zuvor hatte das Haus mehrere Jahre weitgehend leer gestanden. Gemeinsam mit seinem Vater und vielen Helfern begann er, das Gebäude Stück für Stück zu renovieren.
Damals waren solche Arbeiten noch eher finanzierbar als heute. Gleichzeitig verloren im Umfeld des Werkes viele Menschen ihre Arbeit. Einige fragten meinen Vater direkt, ob er Beschäftigung für sie habe. So konnten handwerkliche Arbeiten am Haus ausgeführt werden, während Menschen aus der Region neue Aufgaben fanden.
Im unteren Bereich richtete er seine Zahnarztpraxis und ein Labor ein. Manche Räume wurden zunächst pragmatisch genutzt und veränderten sich mit dem Wachstum der Praxis. Heute sind ehemalige Behandlungszimmer und Arbeitsräume teilweise Bibliothek, Wohnbereich und Büro.
Die Renovierung ist bis heute nicht abgeschlossen. In einem Denkmal braucht jede Veränderung Geduld. Selbst ein neuer Durchgang kann Jahre der Planung, Genehmigung und Begutachtung erfordern. Ehemalige Keller, Vorratsräume und Arbeitsbereiche erhielten neue Funktionen, während alte Spuren bewusst sichtbar blieben. So trifft die Geschichte des Hauses auf eine zurückhaltende moderne Nutzung.

Persönliche Erinnerungen zwischen den großen Geschichten
Zwischen Architektur, Industrie und Botanik waren es oft die persönlichen Anekdoten, die alle besonders zum Lächeln brachten. Mein Vater berichtete von langen Schlittenfahrten durch den winterlichen Park, von einer alten Werkslokomotive, auf der er als Kind mitfahren durfte, und von Jagdzimmern, in denen früher erlegtes Wild mehrere Tage abhing.
Er erinnerte sich an Oberstleutnant Arnold Retzlaff, der nach dem Krieg im Haus lebte und für ein Kind wie ein echter kaiserlicher Offizier mit Monokel wirkte. Wenn mein Vater zu unruhig war, stampfte Retzlaff mit seinem Stock. Wenn er sich gut benahm, bekam er gelegentlich fünf Mark.
Auch Geschichten von Onkel Otto, versteckten Zigarren und einem Gärtner mit Sinn für Streiche gehörten zum Rundgang. Auf dem Dachboden wurden bei späteren Arbeiten sogar alte Weinbestände und eine Whiskyflasche aus den 1930er Jahren entdeckt, die die amerikanischen Besatzer offenbar nicht gefunden hatten.
Solche Erinnerungen machen Geschichte greifbar. Sie zeigen, dass ein Denkmal nie nur aus Jahreszahlen, Stilen und Materialien besteht. Es ist auch ein Zuhause, ein Arbeitsplatz, ein Abenteuerspielplatz für Kinder und ein Ort voller kleiner menschlicher Begegnungen.

Dankbarkeit trotz Regen
Am Ende dieses nassen Tages waren wir vor allem dankbar. Dankbar für alle, die trotz des Wetters gekommen sind. Dankbar für die vielen klugen Fragen, die eigenen Erinnerungen, das aufmerksame Zuhören und die Wertschätzung für einen Ort, dessen Erhalt sehr viel Arbeit bedeutet.
Es hat uns gefreut zu erleben, wie groß das Interesse an der Geschichte der Villa, des Parks und der Region ist. Viele Besucherinnen und Besucher blieben noch im Gespräch, betrachteten Details oder erzählten, welche Verbindung sie selbst mit Sinn und Haas & Sohn haben.
Ein besonderer Dank gilt auch allen, die eine Spende für unsere 22STARS Stiftung hinterlassen haben. Gerade jetzt, zum Beginn des letzten Schulterms in Uganda, suchen wir dringend neue Patinnen und Paten sowie zusätzliche Unterstützung. Dass ein Tag zur Bewahrung lokaler Geschichte zugleich Kindern und Familien in Uganda zugutekommen kann, bedeutet mir persönlich sehr viel.
Der Regen hat diesen Tag nicht kleiner gemacht. Vielleicht hat er sogar deutlicher gezeigt, wie viel Verbundenheit mit diesem Ort besteht. Zwischen nassen Wegen, geöffneten Regenschirmen und jahrhundertealten Geschichten entstand eine warme und neugierige Gemeinschaft. Genau dafür öffnen wir die Tore.
Text und Zusammenstellung: Stella Airoldi, basierend auf den Führungen und Erzählungen von Dr. Klaus F. Müller. Redaktionell ausgearbeitet mit Unterstützung von KI.