









Villa Haas
Ein Denkmal, das weiterlebt.
1892 erbaut, ist die Villa Haas heute ein privates Zuhause mit einer besonderen Geschichte. Entdecken Sie die Architektur, den historischen Bergpark und Einblicke aus dem Familienleben. Zu ausgewählten Führungen öffnen wir die Tore.
Architektur
Deutsche Neu -Renaissance

Der Bauplan von Villa Haas
Die Villa Haas stellt für die Lahn-Dill-Region ein einmaliges Beispiel einer äußerst repräsentativen Wohnanlage dar.
Der aus Haupt- und Nebengebäude bestehende Komplex ist längsseitig nach Norden ausgerichtet. Er besteht aus einem stimmungsvoll vorgebauten und schmiedeeisern dekorierten Rondell, Stützmauerwerk für Terrassen, die malerisch in die hinterliegenden Wald- und Felslandschaft integriert sind.
Der Baustil, auch deutsche Neu -Renaissance genannt bedient sich einer klar durchstrukturierten Grundrissform. Von der Hofseite erscheint der Haupttrakt als großvolumiger polygonaler Block, dem ein Helm verzierter Treppenturm mit einem an der Dachspitze erkennbaren Bergbausymbol aufgesetzt ist.

Originalpläne Ludwig Hofmann 1892
Renaissancehaft gegliederte Sandsteinfassaden, drei schmiedeeisern umrandete Balkone, reich gegliederte Dach- und Giebelformationen rufen mit dem wetterfahnenbekrönten 30 m hohen schlanken Glockentürmchen einen malerischen Gesamteindruck hervor.
Die Variabilität der Einzelteile, der Wechsel der Fassadenansichten dienten dem Repräsentationsbedürfnis der damaligen Eigentümer.
Die Erstbeschreibung der Anlage erfolgte 1894 in der neugegründeten architektonischen Rundschau, Darmstadt.

Viele Details in jeder Ecke
Auch heute noch interessieren sich angehende Architekten für den damals von der Pariser Weltausstellung geprägten Baustil. Stahlbetonbauweise kombiniert mit Bruchstein und Fachwerk, Zentralheizung auf Elektro umschaltbar, biologische Brauchwassernutzung mit Zisterne, Palmenhaus sowie allseitige Autonomie mit einer Bibliothek sowie durch eigene Wasserversorgung, Eiskeller, Nutzgarten und Möglichkeiten der Tierhaltung sind beispielhaft. Die Glasmalereien der Treppenhausfenster beziehen sich auf Entwürfe von Johann Heinrich Schilbach, Landschaftsmaler 1798-1851 und stellen romantische Motive um Oberwesel am Rhein dar.
Nutzfläche ohne Nebengebäude ca. 760 qm - 5 Morgen Parkfläche. Durch geschickt an die Hanglage angepasste Terrassierung erscheint die Raumaufteilung größer. Einfallsreiche Wegeführung zu den Details der Anlage tragen zum architektonischen Gesamtkunstwerk bei.
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Gedanken und Grübeleien.
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Villa Haas · Rudolfstraße 1 · 35764 Sinn
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