





Bergpark der Villa Haas
Pflanzen- und Baumbestand

Pflanzenbestand
- Seltene Pflanzen: z. B. Orchideen (Waldvöglein), die schon als ortsständig in der Flora Herbornensis von Johann Daniel Leers, 1775 beschrieben wurden oder durch den verstorbenen Heimatforscher Carl Löber Erwähnung fanden
- Besonderheiten: z. B. Blaue sibirische Scilla, Lärchensporn, Bärlauch, Maiglöckchen, Eisenhut, Aronstab, grüne u. schwarze Nieswurz, Salomonssiegel, Esels-Wolfsmilch, rotfrüchtige Zaunrübe, schwarze Tollkirsche und bittersüßer Nachtschatten
- Bäume und Sträucher: Blut-, Rot-, Weiß-, Trauerbuchen, Gemeine- und Hängeeschen, Tulpenmagnolie, Zierapfel, Rot-, Stiel-, Pyramiden-, Scharlacheichen, Faulbaum, Essigbaum, Akazien, Silber-, Trauerweiden, Sommer- und Winterlinden, Trauerulme, Abendländischer Lebensbaum auch in Pendulaform, Kanadische und Japanische Hemlocktannen, Trompetenbaum, Stechpalme, Gingko, Felsenbirnen, Wildkirsche, aufgepfropfte Trauerbirke, Sandbirke, Schwarzkiefer, Himalajakiefer blaue Mädchenkiefer, Waldkiefer, Latsche, Kugelfichten, Serbische Fichten, gemeine Fichte, Blaufichte, Coloradotanne, pazifische Edeltanne, Nordmannstanne, grüner+blauer Riesen-Bergmammut (s. a. Mammutregister ID-Nr. 11274 + 11275), Nußbaum, Libanonzeder, Berg-, Feld- u. Spitzahorne, Holunder (schwarz + nigra Madonna), Flieder, Jasmin, Liguster, Sanddorn, Japanische Zierquitte, Mahonien, Ölweide, Säulen- und Buscheiben, Pfaffenhütchen, Berberitzen, Weiß- und Rotdorn, Schlehenpflaume, Rhododendren, Eß- und Roßkastanien, Douglasien, Hortensien, Wachholder, Hinoki- u. Lawsonscheinzypressen, blaue Säulenscheinzypressen, Buchsbaum, Kirschlorbeer, Lärchen, Giftsumach, Schlehe, Douglasie, Maulbeere, wilde Johannisbeere, Zwergmispel, Hartriegel, Duftschneeball, Goldglöckchen, Sommer- u. Winterjasmin,
- Verlust 2010: Sturmschaden 30 m hohe Scheinzypresse
- Parkpflege 2010: Fällung von zwei Rotfichten, einer Blaufichte und fünf Douglasien zur Wiederherstellung der historischen Sichtachsen Richtung Schloß Herborn, Burg Greifenstein und „Villa Marie“
- Neuanpflanzung 2010/2011: Wollemia, Araucarien (Andentanne/Affenbaum), Lebkuchenbaum, Taschentuchbaum, Blauglockenbaum, Tulpenbaum
Das ausgehende 19. Jahrhundert hat beim auftretenden Großbürgertum zu zahlreichen Kopien bedeutender deutschen Gartenkünstler, die vom englischen Park beeinflusst wurden, geführt.
Die deutsche Variante: Architektur und Landschaftsgarten als „Bildungserlebnis“ wird von manchen Kunsthistorikern auch heute immer noch als fragwürdige Verirrung abgetan.
Dennoch lohnt es sich die wenigen gelungenen und erhaltenen Parkanlagen dieses Jahrhunderts zu bewahren.
Park von mittellateinisch parricus – Raum einer Umzäunung zur Haltung von Tieren.
Der raumfressenden Industrielandschaft des Sinner Dilltals wurde hier die bürgerliche Architektur des bismarckschen Dreiständestaates entgegengesetzt. Während der englische Landschaftspark die frühen Formen des Liberalismus übernimmt, schottet sich der historistische Garten gegenüber den umliegenden Häusern der Angestellten und Arbeiter mit kunstvollen schmiedeeisernen Zäunen und Toren sowie Mauern ab.
Grenzenlos jedoch zeigt sich die Parkbegeisterung * in Teich- und Springbrunnen, Grotten, Putti, Ruinen und Laubengängen. Selbst die Sehnsucht nach ostasiatischen Teehäusern wird im Park der Villa Haas nachempfunden.
* Parkomanie = ständige Bereitschaft in Projekte erhabener ökonomischer Zwecklosigkeit zu investieren.
Villa Haas · Rudolfstraße 1 · 35764 Sinn
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